MR Übersetzungsliteratur
im dt. Frühhumanismus

MRFHMarburger Repertorium zur
Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus

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Ulrich Jeger

Im Frankfurter Exemplar berichtet auf Bl. CCLVIIb der Schedelschen 'Weltchronik' in der deutschen Übersetzung Georg Alts ein zeitgenössischer Leser mit Namen Ulrich Jeger über seine Romreise um 1500. Wir dürfen in Ulrich Jeger wohl den ersten Besitzer der Inkunabel vermuten. Er ist vielleicht mit jenem Ulrich Jeger identisch, dessen Gut zu Seulohe (Ensdorf, bei Amberg in der Oberpfalz) 1506 in einer Urkunde des Klosters Ensdorf (Amberg, Staatsarchiv, Kl. Ensdorf, Nr. 575) erwähnt wird. Als Lehen der Herren von Hohenfels besaßen 1342 Ulrich der Saulager, Bürger von Amberg und seine Frau Kunigunde das Erbrecht an dem Hof zu Saulagen (= Seulohe), das sie zusammen mit weiteren Lehen an das Kloster Ensdorf verkauften (Amberg, Staatsarchiv, Kl. Ensdorf Nr. 89). Ulrich Jeger dürfte demnach ein Nachkomme dieses Amberger Bürgers sein.

Verf.: cbk.

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Literatur:

Ambronn, K.-O.: Staatsarchiv Amberg. Kloster Ensdorf, Urkunden Bd. 1, 1115-1797, 2001, Nr. 89 u. 575 (online).
Ohly, K. / Sack, V.: Inkunabelkatalog der Stadt- und Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1967, S. 468.
Version vom 30. 08. 2012 (MRFH). Permanent Link: mrfh.de/2910.