MR Übersetzungsliteratur
im dt. Frühhumanismus

MRFHMarburger Repertorium zur
Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus

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Wien, Augustiner-Chorherrenstift St. Dorothea

Bereits Albrecht IV. (1377-1404), Herzog von Österreich hatte die Absicht, ein Kloster bei der Kirche St. Dorothea in Wien zu stiften. Aufgrund seines frühen Todes konnte die Gründung allerdings erst 1414 durch seinen Sohn Albrecht V. (1397-1439) vollzogen werden. Andreas Plank, der bereits Albrecht IV. als Kanzler diente, wurde 1406 zum Kaplan bei St. Dorothea bestellt. Herzog Albrecht V. vertraute ihm von 1411 bis 1435 erneut das Kanzleramt an.
Neben dem Schottenstift zählte St. Dorothea zu den reichsten Klöstern Wiens. 1786 wurde das Augustinerchorherrenstift durch Kaiser Joseph aufgehoben. Zu dem umfangreichen Bestand der ehemaligen Klosterbibliothek zählte u.a. auch das Oxforder Exemplar von Heinrich Steinhöwels 'Aeosop'.

Verf.: sl.

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Literatur:

Csendes, P. / Opll, F. (Hgg.): Wien. Geschichte einer Stadt. Bd 1: Von den Anfängen bis zur Ersten Wiener Türkenbelagerung (1529). Wien / Köln / Weimar 2001, S. 236.
Drossbach, G.: Die sogenannte 'Devotio moderna' in Wien und ihre geistigen Träger zwischen Tradition und Innovation. In: Derwich, M./Staub, M. (Hgg.): Die 'Neue Frömmigkeit' in Europa im Spätmittelalter. Göttingen 2004, S. 267-284, insb. 278.
Dicke, G.: Heinrich Steinhöwels 'Esopus' und seine Fortsetzer. Untersuchungen zu einem Bucherfolg der Frühdruckzeit. Tübingen 1994, S. 452.
Madas, E.: Die in der Österreichischen Nationalbibliothek erhaltenen Handschriften des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes St. Dorothea in Wien. In: Codices manuscripti 8 (1982), S. 81-114, insb. S. 81.
Version vom 23. 02. 2010 (MRFH). Permanent Link: mrfh.de/2800.