MR Übersetzungsliteratur
im dt. Frühhumanismus

MRFHMarburger Repertorium zur
Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus

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Philipp von Püntzendorf

Philipp von Püntzendorf (Puntzendorf) gehörte einer Bamberger Ministerialenfamilie an, die ihren Stammsitz in Püntzendorf bei Schezlitz (Oberfranken) hatte. Das Geschlecht, das u.a. die Dienstmannen auf der nahe gelegenen Giechburg stellte, ist seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts urkundlich bezeugt. Verschiedene Träger dieses Namens wurden meist in Verbindung mit geistlichen Einrichtungen des Stifts Bambergs erwähnt oder waren selbst kirchliche Amtsträger(innen) wie z.B. Margaretha von Püntzendorf, die 1401 Äbtissin des Bamberger Zisterzienserinnenklosters S. Theodora wurde.

Nach dem Tod seiner Brüder wurde Philipp von Püntzendorf 1522 Oberhaupt der Familie und übte u.a. die Vogteirechte zu Lodengereuth aus. Sein Besitzvermerk Anno do[min]i 1519 pertinet philipo de püntzendorff anno tempore Bamberga morante findet sich in dem Prager Exemplar der Inkunabel des Ehebüchleins von Albrecht von Eyb, das im Textverbund mit der 3. Tranzlatze des Niklas von Wyle: 'Rat wider die Buhlschaft' überliefert ist.

Mit Philipp von Püntzendorf, der ohne Erben blieb, erlosch das Rittergeschlecht derer von Pünzendorf gegen Mitte des 16. Jahrhunderts .

Verf.: sl.

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Literatur:

Biedermann, J. G.: Geschlechts-Register der reichs-frey-unmittelbaren Ritterschafft Landes zu Francken loeblichen Orts Gebuerg: welches aus denen bewährtesten Urkunden, Kauf- Lehen- und Heyraths-Briefen, gesammleten Grabschrifften und eingeholten genauen Nachrichten von innen beschriebenen gräflich-freiherrlich und edlen Häusern in gegenwaertige Ordnung verfasset und richtig zusammen getragen worden. Bamberg 1747, Tab. CCCLIV.
Köbler, G.: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7. vollst. überarb. Auf. München 2007, S. 543.
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Waas, N.: Nachrichten vom St. Elisabethenhospitale zu Schesslitz. Ein Beitrag zur Geschichte des frommen und wohltätigen Bamberg. Bamberg 1834, S. 25f.
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